Kleinstes Fitnessstudio der Welt

natural-move















Auf der weltgrößten Messe "Sport, Fitness und Gesundheit in Essen(FIBO 2012) stellte Thomas Erny,
Geschäftsführer des Wellness- und Gesundheitszentrums "Carpe Diem", sein "wahrscheinlich kleinstes
Fitnessstudio der Welt" und das von ihm entwickelte Konzept "natural Move" vor. Nordhausen.
Hin zu den Wurzeln der Bewegung lautet das Motto.

Die Kuratorin aus London, die weltweit Ausbildungsprogramme zusammenstellt, fand Ernys Programm so
überzeugend, dass sie seine Gedanken in die überarbeiteten und weltweit geltenden Richtlinien einfließen
lassen will. In unserem Zeitalter leide ein Großteil der Bevölkerung unter Bewegungsarmut und deren Folgen,
erklärt Thomas Erny den Ausgangspunkt seines Konzeptes. Stimme das Fundament Körper nicht mehr, komme
auch das allgemeine Wohlbefinden, Arbeit, Familie, Lebenskultur aus dem Gleichgewicht.

Das sei der Grund, mit seinem Team ein Programm zu entwickeln, um den hausgemachten Zivilisations-
Krankheiten zu begegnen. Das Konzept basiert auf drei Säulen: Gruppenfitness, individuelles Ganzkörper-
Koordinationstraining, mobile Gesundheitsanalysen. Pro Woche bietet das Nordhäuser "Carpe Diem" 85 Kurse -
vom Babyschwimmen bis zu Angeboten für Urgroßeltern. Für junge Leute sind Trendsportarten in.
Beispielsweise rhythmische Tänze als Bewegung zur Musik. Bodypump, Pilates- oder Zumba-Kurse sind beliebt.

Als der Sportwissenschaftler Erny im Dezember 2000 das Wellness- und Gesundheitszentrum in der
Rautenstraße mit zwei Mitarbeitern aus der Taufe hob, ging er ein großes Risiko ein.
Die Räumlichkeiten waren den sportlichen Belangen entsprechend zu gestalten, Sportgeräte zu beschaffen.
Unterm Strich standen bald Verbindlichkeiten von fast einer Million Euro. Nach einem halben Jahr zählte die
Einrichtung immerhin 150 Kunden.

Dann kamen für Erny unerwartet vielen schlaflose Nächte.
Das "Carpe Diem" stand auf des Messers Schneide. Der Geschäftsführer hatte es als ambulantes Rehazentrum
geplant. Die Rezepte und damit Kunden von den Krankenkassen wurden von Jahr zu Jahr weniger.
Erny war gezwungen, über neue Strategien nachzudenken.

Presseartikel der Thüringer-Allgemeinen vom 08.05.2012